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Die Regierung des religiösen Lebens in Idi Amins Uganda

24. März 2020 16:15 - 17:45 Uhr Amerika/New_York Fayerweather Hall, 1180 Amsterdam Ave., New York, NY 10027 411 Karte anzeigen Auf welche Weise – unter der achtjährigen Diktatur von Idi Amin – wurde Religion öffentlich gemacht? Amin kam 1971 in einer technikgeschichtlichen Zeit an die Macht: Die neuen Sendekapazitäten des Radios erlaubten ihm, als Diktator zu regieren, den Takt des öffentlichen Lebens zu bestimmen, alle zum gleichen Tempo zu zwingen. Religion musste neu ausgerichtet werden. Der Raum für abweichende Formen des Christentums und des Islam wurde radikal eingeengt; Pfingstler, Bahais, Adventisten und andere Nonkonformisten wurden eingesperrt, ihr Eigentum beschlagnahmt und ihr Ordensleben abgeschafft. Gleichzeitig wurden neue Standards religiösen Verhaltens – insbesondere der Begriff der „afrikanischen traditionellen Religion“ – in der Wissenschaft und in der öffentlichen Kultur konkretisiert. Es war Teil eines Prozesses, durch den das politische Leben der Konkurrenz entleert und die Loyalität um den Präsidenten zentriert wurde. Dieser Vortrag ist Teil des Projekts Rethinking Public Religion in Africa and South Asia am IRCPL (in Zusammenarbeit mit dem Institute for African Studies und dem South Asia Institute). Das Projekt wird von der Henry-Luce-Stiftung gefördert. Diese Veranstaltung wird vom Institut für Geschichte mitfinanziert.

Kontaktinformation

Institut für Religion, Kultur und öffentliches Leben 212-851-4145[E-Mail geschützt] Institut für Religion, Kultur und öffentliches Leben

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